Unterwegs in Japan: Ohayō Kyoto und Osaka! (Teil 2 von 2)

Woche 2 unterwegs in Japan, genauer gesagt in Kyoto in Osaka. In der 1. Woche waren wir in Tokyo unterwegs, lies hier mehr darüber.

Kyoto

Als erstes erkundeten wir den Nishiki Markt, ein Marktplatz inmitten von Kyoto. Er kreuzt sich mit der Teramachi Straße. Dort gibt es jede Menge Shops, Lebensmittel, Klamotten, Touri-Andenken, Bücher….besonders die Food Straße war ein Erlebnis, es schubsten sich sehr viele Menschen durch die enge Gasse, aber man konnte auch leckeres Essen abseits von Fleisch probieren, z. B. einen fritierten Kartoffeltaler oder süßes Gebäck.

Der 2. Tag sollte eingehen als der Tag der niemals endete. Schön sehr früh, gegen 7 Uhr waren wir am Fushimi Inari Schrein, um Erinnerungsfotos ohne Touri-Massen machen zu können. Der Schrein ist sehr beliebt, einerseits wegen seiner rot-orangenen Farbe und wegen den ca. 1.000 roten Toren, die den Berg hinaufführen.
Kyoto ist eine Stadt voller Schreine, an jeder Ecke gibt es große und kleine Schreine, über die ganze Stadt verteilt. Während wir also nach dem Fushimi den Philosophenweg bestritten, tauchten immer wieder kleine Schreine auf.

Ich hatte da schon keine Lust mehr rumzulatschen, da schoben mich Anna oder Klaus (?) noch in einen Zen-Park namens Ginkakuji. Ok, genug Natur für heute und meine Füße sagten: Ab ins Hostel!

Aber halt! Wir hatten einige Monate zuvor einen Kochkurs um 19 Uhr gebucht. Also schleppten wir uns dann noch zum Kurs, bei dem ich einfach nur noch gequält rumstand und mich konzentrierte, nicht einfach umzufallen und einzuschlafen. Mini mobilisierte noch mal alle Kräfte und schnippelte und plauderte munter drauf los. Mit uns kochte außerdem noch ein Ehepaar, er ein Engländer namens GUY (!), sie aus Japan, beide lebten in Barcelona. Der Kurs fand bei einem jungen Psychologie-Studenten statt, der gut englisch sprechen konnte, während seine Mama im Hintergrund werkelte. Zum Glück war unsere Aufgabe dann nicht mehr so anspruchsvoll, wir mussten Tofu und Gemüse schneiden und Gurken massieren.

Gegessen wurde dann im Schneidersitz auf dem Boden und ich dachte nur noch, dass ich mich da jetzt hinlegen will. 🙂

Das Essen war aber wirklich lecker, es gab Reis, Algen-Salat, Miso-Suppe und Gürkchen. Und es war nett, mal einer Japanerin beim Kochen zuzuschauen, welche Sößchen und Flüssigkeiten sie einsetzt. Und dann durften wir endlich ins Hostel zum relaxen.

Gion

Am 3. Tag starteten wir etwas beschaulicher mit Matchatee trinken in einem traditionell eingerichtetem Cafe, in dem die Kellnerin die komplizierte Art des Teetrinkens erklärte (jenachdem, welchen Tee man bestellte, war es einfacher oder komplizierter….)

Annas Tee brauchte die richtige Temperatur, dazu musste sie den Tee zwischen vier Tassen hin und her kippen, Mini musste in einem Rutsch aufgießen und Klaus Matcha war eigentlich Tapetenkleister, der seine Zähne und seinen Mund grün färbten. Für den extra Schuss WACH!

Nach einem Shopping Abstecher in der Shinkyogoku Archade entspannten wir im Vegi-Restaurant Mumokuteki. Wir entdeckten den Stadtteil Gion, shoppten im Ghibli-Shop und entdeckten wieder jede Menge Schreine. Der Tag endete am Hauptbahnhof bei Mister Donut, wo wir Anna und Klaus sayonara sagten. Beide wollten noch weiter Richtung Süden, wieder in die Pampa für mehr Original Japanes Experience. (Sie fanden es in Form eines Kompost-Klos 🙂 Mini und ich wollten noch einen Tag länger bleiben und dann weiter nach Osaka, von wo wir zurückfliegen wollten.

Let’s go to the Mall today!

Den letzten Tag in Kyoto stellten Mini und ich ganz im Sinne von Shopping! Nach einem Frühstück im Vegi-Restaurant Veg in verschlug es uns ins Handicraft Center, zwei Gebäude mit Souvenir-Shops, aber auch museumsartigen Etagen, wo man Samurai-Rüstungen und Katanas bewundern konnte. Mini probierte gerade einen Kimono an, da wurde das Center gerade von Rentnerbussladungen bevölkert. Mini schlug trotzdem zu und ich deckte mich mit Notizbüchern ein.
Das Handicraft-Center ist schon etwas schicker, als so manche Touri-Meile, die Souvenirs waren hochwertiger. Dazwischen gab es aber auch immer kleine günstige Niedlichkeiten.

Nach einem veganen Pancake ging’s zum Loft Shopping (ein riesen Kaufhaus mit allem, was das Herz begehrt), Shopping in der Kyoto Station und im Kyoto Tower, in The Cube, im Porta, in der Avanti und der Aeon Mall. (Es gibt echt viele Shopping Malls um dem Hauptbahnhof herum!).

“Ich muss shoppen, ich muss dem Shopping Gott huldigen: Ich nenne ihn Konsumor!” (Erinnert sich noch jemand an Spilor aus den Simpsons?)

Im Bahnhof kann man auch den Skywalk begehen, einmal erhöht durch den Bahnhof laufen und Fotos vom benachbarten Kyoto Tower schießen.

 

Osaka

Noch zwei Tage in Osaka! Und zum Glück waren wir dort. Für mich ist diese Stadt ein bisschen wie Klein-Las-Vegas. Überall bunte Lichter und an dem Gebäuden hängen Sushis, Krabben und Co. von den Wänden. Lustig, aber auch irgendwie künstlich, wie in Las Vegas eben. Aber das heißt nicht, dass es total Spaß macht!

Außerdem waren wir sowieso lieber unterwegs, denn unser Hostel sah aus wie eine ehemalige Schlachterei: Hitchcock-artige rote Wände, schwere Stahltüren und “Fenster” aus Milchglas. Gruselig! Unser Hostel lag im Bezirk Namba, ein lebendiges Viertel, v.a. für Otakus: Dort gibt es jede Menge Gamer Läden und Anime Merchandise. Endlich! Das hatte ich die ganze Zeit vergeblich in den Comicläden in Tokyo und Kyoto gesucht! Ich drehte sprichwörtlich durch und ließ die Kreditkarte glühen: Sailor Moon und Neon Genesis Evangelion Figuren en masse!

Auch schauten wir uns das Shinsekai Viertel an, also eher eine Straße, die zum Tsutenkaku-Tower führte. Osaka soll ja bekannt sein für seine Oktopus und dort gab es viele Läden, die ihn am Spieß verkauften. Mini probierte, aber sie meinte, die schleimige Konsistenz wäre nichts für sie. Nach einem Besuch in der Oioi-Mall endete unser Tag beim Inder, weil es dort Vegi-Essen gab 🙂

Osaka Burg

Am letzten Tag in Osaka war uns klar: genug geshoppt, jede gibt es noch mal Sightseeing!

Wir starteten bei der Osaka Burg, wo schon viele Touris ihre Selfie-Sticks gezückt hatten. Es folgte das futuristische Sky Building, zwei große Gebäude, die am Dach miteinander verbunden sind. Und das Dach hat ein Loch. Klingt komisch, sah aber cool aus.

Weniger Meter zu Fuß gibt es die Shopping Mall Hep5, auf/neben der es ein rotes Riesenrad gibt. Man kann sich dort reinsetzen und die Stadt von oben bewundern. In der Mall gibt es auch ein Themencafe von der Ei-Figur namens Gudetama. Dort gab es Essen mit Gesicht (“Oh guck, mit ganzem Fleischlappen drauf!”) und hippe Getränke aus Glühbirnen-ähnlichen Gläsern.

Nach dem Food Markt Kuromon Market machten wir uns auf Richtung Flussufer, wo das Vergnügungsviertel Dotonbori auf uns wartete. Wer Las Vegas mag, wird Dotonbori lieben: Einen Haufen bunter Leuchtreklamen am Flussufer. Bei einem Bierchen setzten wir uns auf die Promenade und warteten, bis es dunkel wurde.

Am nächsten Tag fuhren wir in aller Frühe zum Flughafen KIX (Kansai International Airport), der witzigerweise auf einer (Halb-?)insel liegt. Wenn da also Hochwasser ist, ist der Flughafen überschwemmt. Na ja, wir kamen trotzdem weg.

Was bleibt

Es bleiben zwei verrückte Wochen voller Reizüberflutung und 10 kg Shopping Erinnerungen. Jede Menge Fotos und tonnenweise schöne Momente. Aber auch vollgeschwitzte Klamotten und dicke Beine. 😉

 

Rätsel, die wir nicht lösen konnten

  • Wie können alle Straßen so sauber sein, wenn es fast nirgendwo Mülleimer gibt?
  • Wo hört die Welt der Niedlichkeit auf und wo fängt sie an?
  • Warum sehen alle japanischen Autos aus wie Toaster? So kastenförmig und so hässlich. Gibt es auch Toaster-Autos eine staatliche Förderung?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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