Unterwegs in Japan: Hallo Tokyo! (Teil 1 von 2)

Ich war in Japan! Irgendwie glaub ich es ja selbst noch nicht, dass ich zwei Wochen dort war. Ich wollte dort schon hin, seit ich ein Teenager war. Dann haben wir im Januar die Reise für Oktober 2018 gebucht und ich habe die Reise die ganze Zeit verdrängt. Dann stand sie plötzlich vor der Tür und wir sind ab in den Flieger und los.

Im ersten Post zeige ich euch die Fotos aus der 1. Woche, in der wir zuerst in Tokyo und ein paar Tage in Nojiri (googelt es nicht, nicht nennenswert, aber die anderen wollten unbedingt wandern gehen…) waren.

Wow, Tokyo also! Eine riesige Stadt, in der man allein Wochen hätte verbringen können. Wir – also Mini und ich – landeten Sonntag Mittag (hallo Zeitverschiebung!) und versuchten uns nach dem Einchecken mit Anna und Klaus zu treffen. Die beiden waren aus Kambodscha angereist und schon einen Tag früher gelandet. Im Stadtteil Shibuya irrten wir ein bisschen umher, ohne Google Maps (kein Internet) und sonstige Karten (Offline Map-App ließ uns im Stich!).

Shibuya
Allein der Bahnhof Shibuya hatte über 20 Ausgänge, netterweise alle durchnummeriert. Die Stationen in den Städten sind oft alle vergleichbar groß, da schaut so mancher Mini-Flughafen blöd aus der Wäsche.

In Shibuya gibt es viele kleine Gässchen, die nach dem Sonnenuntergang echt Spaß machen, es gibt viele kleine Restaurants und Bars. Dort gibt es aber auch noch den Yoyogi Park und den Meiji-Schrein (den wir uns am 4. Tag noch angeschaut haben).

An Tag 2 zogen wir dann im Stadtviertel Asakusa zu viert los zu einer Vergnügungs-Shopping-Straße, wo es günstiges Porzellan gab. In der Kappabashi Sogugai Street gibt es aber auch lustige Winkekatzen und anderes Zeug, das Touris lieben.
Abends besuchten wir dann den “Goldenen Kackhaufen” (so nennen den auch die Japaner). Na ja, offiziell heißt er “Flamme d’Or” und befindet auf dem Dach der Brauerei Asahi. Im Nebengebäude führen wir dann ganz nach oben, um die Aussicht zu genießen und im Restaurant des Daches ein paar Pommes zu schnabulieren.

Nachdem es dunkel geworden war, schauten wir uns den Shopping Irrsinn vom Skytree Tower (s.o.) von innen an, wo es auch ein Mumin Cafe geben sollte.

Dienstag gaben Mini und ich uns dann das volle Touri-Programm:

Zōjō-ji Tempel, Toyko Tower, World Trade Center Building, Golden Gai, Hanazono Schrein, …dazwischen: Papier-Shops, Bücher Cafes, Comics, Robotercafe und sogar ein Katzencafe (gruselig und fühlte sich absolut falsch an!)

Beim Tokyo Tower kann man auch hochfahren, wir waren vormittags da und konnten direkt mit Aufzug ab nach oben. Neben der schönen Aussicht gibt es auch ein Glasfenster im Boden, durch das man bis nach unten durch schauen kann. Creepy!

Tokio Station

Mittwoch trieben wir uns an der Tokyo Station herum, dort gab es einen veganen Ramen-Laden (juhu! Als Vegi hat man es sonst nicht so leicht in Japan…). Neben der Station stehen zwei große Gebäude u.a. das Marunouchi Bldg., in denen man shoppen gehen kann, dort ist es aber eher gehobener, weniger touri-trashig.

Dann ging es weiter zum heiß ersehnten Gotokuji-Tempel aka WINKEKATZENTEMPEL! Man muss etwa eine halbe Stunde mit der Bahn fahren und landet in einem kleinen Kaff, in dem alle nur zu dem Tempel pilgern. Der Ausflug lohnt sich aber für alle, die die Winkekatzen ebenso sehr lieben.
Und weil der Tag noch nicht lange genug war, fuhren wir wieder zurück in den Stadtteil Shibuya, um uns den Yoyogi Park anzuschauen, kurz bevor er schloss.

Donnerstag fuhren wir dann Nojiri. Um dort hinzugelangen fährt man zuerst mit dem Schnellzug, dann steigt man in eine Bummelbahn und dann in noch eine langsamere Bummelbahn. Dann steht man im Nirgendwo, umgeben von Bergen und sucht seine Air BnB Unterkunft. Das Häuschen war eine “Original Japanese Experience”, ne echte Holzhütte inkl. Feuerstelle, auf dem Boden rumsitzen und schlafen, Schiebetüren und Wände aus Holz und irgendeiner dünnen Kunststoff-Schicht. Es zog wie Hechtsuppe, es war irgendwie den ganzen Tag dunkel und zum Duschen mussten wir zu unseren Gastgebern ins Nachbarhäuschen, ein nettes älteres Omi-Opi-Paar, das ganz normal mit Tischen und Stühlen lebt und sich wahrscheinlich über die Touristen kaputtlacht.

Na ja, immerhin gab’s Wlan und eine Supermarkt um die Ecke. In den folgenden zwei Tagen gingen Anna, Klaus und Mini wandern (ich verweigerte mich konsequent), während ich mich mit dem Haus anfreundete und mich von der Latscherei in Tokyo erholte. Abends saßen wir gemeinsam in der Hütte, aßen Süßigkeiten und sangen zu Backstreet Boys “Get down” und erkundeten die japanischen Charts. Unser Favorit war “USA” von den japanischen Backstreet Boys namens Da Pump (!).

Ende der 1. Woche verließen wir dieses Dörfchen im Nichts und zogen weiter nach Kyoto und Osaka. Das folgt aber im 2. Teil.

Erste Erkenntnisse über Japan:

  • Als Vegi hat man es nicht einfach, in die Suppen wird meistens Fisch oder Hühnchen reingeworfen oder die Suppen werden mit einem Fisch-Sud aufgekocht. Von Vegetariern haben die normalen Restaurants nie was gehört…
  • Plastik, Plastik, Plastik – überall! Jeder Quatsch wird in Plastik verschweißt. Und die gibt es dann noch in Plastiktüten an der Kasse verpackt, so schnell kann man gar nicht gucken.
  • In Süßigkeiten gibt es fast nix, das ohne Bohnenpaste auskommt.
  • Japan ist das Land der Klos. Es gibt sie überall und sie sind immer im top Zustand, an jeder Metrostation, bei Sehenswürdigkeiten, in Shopping Centern, ….in gewisse Nöte kommt man in Japan definitiv nicht!
  • Apropos Klos: Im Waschbereich gibt es extra Make-up-Areas fürs weibliche Geschlecht. Denn japanische Frauen sind eigentlich immer am Schminken, ob aufm Klo, in der Bahn, …KAWAII zu sein, scheint ein Hauptziel dort zu sein.
  • Die Japaner haben ein ausgeklügeltes System der Konfliktvermeidung etabliert: Spezielle Bereiche fürs Make-up, jede Menge Klos, die Züge fahren pünktlich und regelmäßig, Tickets kann man über Prepaidkarten zum Aufladen abbuchen lassen (beim Betreten und Verlassen der Station hält man die Karte an eine Schranke und es wird automatisch abgebucht), beim Fernzug-Ticket gibt es Mitarbeiter, die schon während dem Schlage stehen weiterhelfen, in Metros gibt es Linien zum In-die-Schlange-stellen,…perfektes System. Als Deutscher fühlt man sich da super aufgehoben.
  • Japaner in Großstädten laufen viel…bis man an seinem Exit erst mal ankommt…und nicht bei jedem Exit gibt es eine Rolltreppe. An einer Treppe stand sogar an den Stufen, wie viele Kalorien man verbrennt…
  • An jeder Ecke gibt es auch Matcha-Eis. Yummy! Generell Matcha überall.

 

Die riesige Shibuya Kreuzung

Bitte in die Schlange stellen!

Book Café

Oak Hostel Zen in Tokyo – Eingang mit Polaroids der Gäste

Mister Crabs everywhere

Comic-Traumland

Viel Fleisch am Spieß

Welcome to Robot Restaurant

Sake Fässchen

Überall auch riesige Kreuzungen für diese mittel-großen Menschen…

Überall gibt es kleine Automaten, an denen man sich Spielzeug ziehen kann, auch Strickmützen für die Katze

Omikuji, Papierzettel mit Wahrsagungen. Schlechtes Glück nimmt man nicht mit, sondern knotet sie vor Tempeln an die Kiefern.


Halloween Vorfreude überall

Japanischer Feiertage und die Kids müssen musizieren

 

 

Kais in den Bäumen

 

Touri-Falle Katzencafé

 

 

 

 

 

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